Aktuelles
Zeitreihen-Korrektur - Neue Funktion für AquaZIS

Zeitreihen-Korrekturparameter

Über die neue Oberfläche "Zeitreihen-Korrekturparameter" in AquaZIS lassen sich Voreinstellungen für – sowohl interaktive als auch automatische – Korrekturen an Zeitreihen machen, die an verschiedenen Stellen des Messdatenmanagementsystems (Import, Prüfen und Korrigieren von Ganglinien etc.) verwendet werden können.


Fenster "Zeitreihen-
Korrekturparameter
Import mit
Zeitreihenkorrektur
Korrektur in
"Prüfen und Korrigieren"


Die Korrektur von Zeitreihen ist sowohl in einer Kurzdokumentation als auch in der Gesamtdokumentation von AquaZIS beschrieben.
 

Starkregen auf Knopfdruck - Neues Modul für AquaZIS

Alle wichtigen Informationen zu einem Starkregenereignis auf Knopfdruck

Ein neues Modul für AquaZIS bietet jetzt die Möglichkeit, auf Knopfdruck alle wichtigen Informationen zu einem Starkregenereignis zu erhalten.
Für einen gewählten Zeitbereich lassen sich schnell und einfach für eine vorgegebene Dauerstufe die Wiederkehrzeiten von ausgewählten Stationen bestimmen und diese sowohl in grafisch übersichtlicher Form von Isoflächen in der Karte als auch detailliert in einer Tabelle darstellen.
In der Tabelle sind die Summen für die ausgesuchte Dauerstufe, das Zeitintervall, die Regenspende sowie die Jährlichkeit aufgelistet. Außerdem ist ersichtlich, welche Vergleichsstatistik hinterlegt ist, und auf welcher Basis die Statistik beruht.
Zusätzlich wird die Dauerstufe und das genaue Zeitintervall angegeben, für welches die höchste Wiederkehrzeit ermittelt wurde.
Parallel zu den Isoflächen und der Tabelle wird automatisch VisuQuick geöffnet, in dem die ermittelten Ereignisse aller berechneten Stationen gemeinsan dargestellt sind.

Die folgenden Abbildungen stellen die Auswertung beispielhaft mit fiktiven Daten für das Entwässerungsgebiet der StEB Köln dar.


Einstellungen
Jährlichkeiten als Isoflächen
Ergebnistabelle
Darstellung in VisuQuick

Weitere Informationen: Benutzerhandbuch "Starkregen auf Knopfdruck" (pdf)

 

Niederschlagwasserbehandlung - neues Zusatzmodul für AquaZIS

In AquaZIS gibt es ab sofort ein neues Sachgebiet: Niederschlagwasserbehandlung (NWB).

Dieses Zusatzmodul erfüllt alle Forderungen, die von der Selbstüberwachungsverordnung Abwasser (SüwVO Abw , ehemals SüwV Kan) für den Nachweis der Abgabefreiheit gefordert werden.

Weitere Informationen: Benutzerhandbuch NWB (pdf)

 

ExUS NRW - Extremwertstatistische Untersuchungen von Starkregen in Nordrhein-Westfalen

Ein Auftrag des LANUV NRW (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen)

Die Untersuchung wurde durchgeführt von der Arbeitsgemeinschaft aqua_plan GmbH, hydro & meteo GmbH & Co. KG und dr. papadakis GmbH

Projektveranlassung und -ziel:

Mit dem ExUS-Projekt sollte herausgefunden werden, ob die - oft subjektiv wahrgenommene - Zunahme von Starkregenereignissen in den letzten Jahren anhand der vorhandenen Messdaten belegt werden kann und der Klimawandel auch hier einen statistisch nachweisbaren Einfluss ausübt.

Messstellen in Nordrhein-Westfalen
Messstellen in Nordrhein-Westfalen

Das Land Nordrhein-Westfalen verfügt über ein flächendeckendes Netz langjährig beobachteter kontinuierlicher Niederschlagsaufzeichnungen, das einmalig in Europa ist. Diese Aufzeichnungen wurden hinsichtlich der folgenden Fragestellungen untersucht:

  • Wie haben sich die Niederschlagssummen in den letzten Jahrzehnten entwickelt?
  • Hat sich die Verteilung des Niederschlags verändert?
  • Treten Starkregen häufiger oder in höherer Intensität auf?
  • Lässt sich eine Änderung der statistischen Regenhöhen nachweisen?

Ziel war es zum einen herauszufinden, ob es statistisch signifikante Veränderungen im Niederschlagsverhalten gibt, zum anderen sollen diese Veränderungen - falls feststellbar -, differenziert nach Dauerstufe und Eintretenswahrscheinlichkeit, beschrieben werden.


Beschreibung der Vorgehensweise:

  • Datenübernahme und Prüfung der Messdaten (Messdaten des Landes, der Wasserverbände und des DWD)
  • Auswahl und Prüfung von 588 Stationen, davon 176 kontinuierlich
  • Trendanalyse der Kennwerte: Anzahl Tage/Jahr ≤0,1 mm/Tag
  • Bildung der partiellen Serien je Dauerstufe, Station und Zeitfenster (ca. 800.000) sowie Trendermittlung der Serien
  • Untersuchung der Trends und Ergebnisse der verschiedenen Auswertungen auf geografisch bedingte Vergleichbarkeiten
  • Untersuchung der Trendveränderungen durch gleitende Zeitfenster, der Veränderungen der statistischen Regenhöhen durch gleitende und wachsende Zeitfenster
  • Anwendung derselben Auswertungsmethoden auf die Niederschlagsdaten der Regionalisierungsmodelle STAR2, WETTREG, und COSMO_CLM (jeweils ECHAM5, Szenario A1B) und Vergleich mit den Auswertungsergebnissen der Stationen
Anzahl Tage > 20 mm/Tag 1950-2008
Anzahl Tage > 20 mm/Tag 1950-2008
Partielle Serie, Dauerstufe 1 Tag
Partielle Serie, Dauerstufe 1 Tag
Entwicklung der Regenhöhen im Bezugszeitraum 1979-2008
Entwicklung der Regenhöhen im Bezugszeitraum 1979-2008
Mittlere Anzahl von Starkregenereignissen pro Jahr für D=60 Min. in NRW
Mittlere Anzahl von Starkregenereignissen pro Jahr für D=60 Min. in NRW

Ergebnisse:

Von 1950 bis 2008 in NRW beobachtet:

  • Zunahme der Jahressummen fast aller Stationen (bei der Hälfte der Stationen signifikant)
  • Deutliche, signifikante Zunahme im Winterhalbjahr
  • Nicht signifikante Abnahme der Sommerhalbjahresniederschläge an den meisten Stationen
  • Verschiebung im Jahresgang, vor allem Zunahme der Monatssummen im März und Abnahme im August
  • Anstieg der Anzahl der Tage mit Niederschlägen >10, >20 und >30 mm/Tag, besonders im Winter
  • Anzahl der Tage pro Jahr mit Niederschlägen ≤0,1 mm/Tag: Zunahme in den Sommer-, Abnahme in den Winterhalbjahren
  • ab 2000: im Mittel häufigeres Auftreten von Starkregenereignissen pro Jahr als in den vorherigen 50 Jahren
  • Zunahme der Anzahl der Niederschläge kurzer Dauerstufen (nicht signifikant)
  • Zunahme der Anzahl von Extremereignissen bei kurzen Dauerstufen (<1 h) ist auf Überlagerung aus Modernisierung der Messtechnik und Klimaeffekten zurückzuführen
  • Keine signifikante Erhöhung der Intensitäten bei den Extremereignissen der kürzeren Dauerstufen
  • Zunahme der statistischen Regenhöhen der vergangenen 30 Jahre für alle Dauerstufen im Vergleich zum früheren 30-Jahres-Zeitraum

Klimamodellrechnungen für die Intervalle 2021-2050 (nahe Zukunft) und 2071-2100 (ferne Zukunft):

  • Die Niederschlagssummen für das hydrologische Winterhalbjahr steigen in der fernen Zukunft weiter an
  • Die Niederschlagssummen für das hydrologische Sommerhalbjahr gehen in der fernen Zukunft weiter zurück
  • Die Jahressumen der Niederschläge steigen in der fernen Zukunft - je nach Klimaregionalmodell - signifikant oder bleiben annähernd gleich
  • Die extremen Starkniederschläge (>70 mm/Tag) gehen in der nahen und der fernen Zukunft - je nach Modell - leicht zurück (-10 %) oder steigen deutlich (+40 %)

Ergänzend muss angemerkt werden, dass bezüglich des Niederschlagsverhaltens große regionale Unterschiede innerhalb Nordrhein-Westfalens vorhanden sind. In einzelnen Gebieten wurde im Rahmen dieser Studie sogar eine Abnahme der Starkregenereignisse festgestellt. Für kleinräumige regionale Aussagen ist eine detailliertere Untersuchung vorzunehmen.






Download
ExUS-Poster (PDF)
ExUS-Zusammenfassung (PDF)
ExUS-Gesamtbericht (PDF - 286 MB)
 
<< Start < Zurück 1 2 3 Weiter > Ende >>
Seite 3 von 3